6 Vorteile von Festbrennweite in der Landschaftsfotografie
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6 Vorteile von Festbrennweite in der Landschaftsfotografie

veröffentlicht in: Technik | 0

Zu Beginn wurde fast ausschließlich ein Objektiv mit Zoom zu Fotografieren verwendet. Die Ursache hierfür liegt an der hohen praktischen Anwendung. Doch jener, der schon mal eine Festbrennweite in der Landschaftsfotografie verwendet hat, kann sich eine Fotoausrüstung ohne Festbrennweite gar nicht mehr vorstellen. Wir klären hier, warum eine Festbrennweite so begeistert und welche Vorteile diese mit sich bringt.

Ein Zoom-Objektiv bietet durch eine größeren Brennweiten-bereich mehr Flexibilität. Trotzdem vertreten wir die Meinung, dass jede Fotoausrüstung eine Festbrennweite besitzen sollte. Woran das liegt? Im Folgenden erläutern wir die Vorteile und zeigen Ihnen weshalb Sie eine Festbrennweite ausprobieren sollten.

 

Definition der Festbrennweite

In der Regel benutzen Hobby-Fotografen ein Zoom-Objektiv, welche eine in Grenzen einstellbare Brennweite besitzen. Mit diesem Objektiv kann man heranzoomen. Die meisten schaffen sich als erste Kamera eine mit Kit-Objektiv an. Die Brennweite beträgt bei diese 18 bis 55 mm bzw. 18 bis 105 mm. Mit Hilfe dieser Brennweite können Sie an Ihrem Motiv rein- und rauszoomen. Mit einem Objektiv mit fester Brennweite ist dies nicht möglich. Ist bspw. eine Brennweite von 35 mm vorhanden, können Fotos lediglich mit einer Brennweite von 35 mm aufgenommen werden. Eine Zoom-Funktion ist nicht vorhanden. Bei dieser Definition stellt sich die Frage, warum eine eingeschränkte Brennweite vorteilhaft sein sollte.

 

 

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Die Vorteile

Im Folgenden stellen wir Ihnen die wichtigsten Vorteile vor. Es sind sicherlich noch weitere Vorteile vorhanden, doch die hier sind die wichtigsten.

 

1. Bewusster fotografieren und lernen bessere Bilder zu schießen.

Ein Zoom-Objektiv macht das Fotografieren um einiges einfacher. Man kann einfach irgendwo stehen und das Motiv heranzoomen. Bei einer festen Brennweite funktioniert das nicht und man muss sich zum Motiv bewegen, wenn man es fotografieren möchte. Man muss aktiv sein, um die optimale Perspektive zu erhalten. Das hat die Folge, dass sich intensivere Gedanken über die Bildgestaltung gemacht wird. Das klingt etwas kompliziert, was es aber nicht ist. Es dauert nicht lange bis man sich umgewöhnt hat. Dementsprechend merkt man auch schnell die positiven Ergebnisse. Bevor man den Auslöser betätigt, denkt man intensiv nach. Das hat zur Folge, dass bessere Fotos erstellt werden. Anders ist es mit einem Zoom-Objektiv.

Es werden schnell mehrere Bilder von einem Motiv erstellt; mal mit mehr und mal mit weniger Zoom. Später wird sich dann aus einer Vielzahl an Fotos am Computer für das beste Foto entschieden. Das wird Ihnen jetzt sicherlich bekannt vorkommen. Der Entscheidungsprozess verschiebt sich aber, wenn lediglich eine feste Brennweite vorhanden ist. Nicht nur die Fotos werden besser, sondern man hat auch mehr Spaß beim Fotografieren. Darauf kommt es doch beim Fotografieren an. Deshalb eignen sich Objektive mit fester Brennweite auch besonders für Einsteiger. Für jene, die wenig Erfahrung mit der Bildbearbeitung besitzen, ist eine feste Brennweite aufgrund der steilen Lernkurve empfehlenswert.

 

 

 

2. Leicht und klein

Im Vergleich zu einem Zoomobjektiv ist eins mit fester Brennweite viel leichter. Ca. 500 bis 600 Gramm wiegt ein durchschnittliches Zoomobjektiv. Nur die Hälfte des Gewichts bringt ein vergleichbares Modell mit fester Brennweite auf die Waage. Dementsprechend ist diese auch viel kleiner. Unsere Kamera tragen wir manchmal stundenlang in der Hand, was gerade auf Reisen der Fall ist. Es ist ein gewaltiger Unterschied, wenn da 600 oder 300 g aufgeschraubt wurden. Also werden auf Fototouren in Städten aber auch in der Landschaftsfotografie die Kamera mit fester Brennweite bevorzugt. Landschaft und Stadt lassen sich damit besser und entspannter erkunden.

Zuletzt aktualisiert am: 05.07.2020 um 16:58 Uhr.

 

3. Unheimlich lichtstark

Als unheimlich lichtstark erweisen sich die Festbrennweiten. Es kann also auch ohne die Nutzung eines Stativs oder das Hochregeln des ISO-Werts bei schlechteren Lichtverhältnissen noch ganz gute Fotos aufgenommen werden. Das liegt daran, dass auf den Sensor mehr Licht fällt.

Die maximalen Brennweiten liegen bei den meisten Festbrennweiten zwischen f/1.4 bis f/2.8. Bei einem Zoomobjektiv gibt es keine vergleichbare Lichtstärke, vor allem nicht in der unteren Preisklasse. Im Vergleich dazu gibt es Zoomobjektive mit einer Blendenöffnung von f/3.5, ein sehr großer Unterschied.

 

4. Tolle Landschaftsfotografie

Die Schärfentiefe nimmt mit der Höhe der Blendenöffnung ab. Die Hohe Lichtstärke der Festbrennweiten bringt also einen netten Nebeneffekt mit sich. Ist die Blende weit geöffnet, kann im Vordergrund das Motiv scharf gestellt und zugleich der Hintergrund unscharf gestellt werden. Die erwähnte Unschärfe wird als Bokeh bezeichnet. Für die Landschaftsfotografie ist dies sehr vorteilhaft.

Festbrennweite in der Landschaftsfotografie
Ummendorf in Deutschland – 1/320 Sek. f/10 40 mm ISO: 320

 

5. Festbrennweiten sind günstig

Bevor Sie jetzt aufschreiben; selbstverständlich sind nicht alle Festbrennweiten günstig. Es ist dasselbe wie bei anderen Objektivtypen. Auch für Festbrennweiten kann man ein Vermögen ausgeben. Jedoch sind die Einsteigermodelle sehr günstig zu haben und bieten dabei eine mehr als akzeptable Qualität. Schon für etwas mehr als 100 € erhalten Sie teilweise bereits Einsteiger-Festbrennweiten. Als Beispiel kann hier die Canon EF 50mm f/1,8 genannt werden.

 

6. Vorbild Henri Cartier-Bresson

Einer der weltweit bekanntesten Fotografen ist Henri Cartier-Bresson. An der Agentur Magnum war er Mitbegründer. Des Weiteren war er ein Pionier in der Straßenfotografie. Gearbeitet hat er stets mit einer festen Brennweite von 50 mm. Vielleicht können Sie diesem Fotograf folgen.

 

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